spojinovigrb
 

Im Folgenden übertragen wir den Brief bezüglich der Gedenkveranstaltung in Bleiburg den die serbische Gemeinschaft in Österreich an die österreichischen Institutionen sowie an fast alle österreichische und serbische Medien verschickte.

Dieser Appell wurde von zahlreichen serbischen Organisationen, Vereinen, Intellektuellen und erfolgreichen Einzelpersonen aus Österreich unterzeichnet:

 

Innsbruck, Linz und Wien, am 10. Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nachdem letztes Jahr bei dem jährlichen Gedenken an die exekutierten Ustaschafaschisten und ihrer Angehörigen, zum wiederholten Mal Symbole der Ustascha zur Schau gestellt wurden, erlaubten wir uns einen Appell an die österreichischen Institutionen zu richten, mit der Bitte, in Zukunft alles Mögliche zu tun um die Zurschaustellung dieser Insignien zu verhindern. Da bald wieder eine Gedenkmesse in Bleiburg stattfinden wird, bei der eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass es erneut zur Verherrlichung von faschistischen und rechtsextremen Inhalten kommt, sehen wir uns moralisch verpflichtet unseren Aufruf von vergangenem Jahr zu wiederholen.

Wir sind nicht gegen den Gedenkdienst an sich. Obwohl es für viele schwer zu verstehen ist, verdienen es wahrscheinlich auch, oder erst recht, die Ustascha, die für so viele grausame Verbrechen verantwortlich waren, dass jemand für ihr Seelenheil betet. Zweifelsohne verdienen es jene Menschen, die im Zuge der Vergeltungsmaßnahmen der Tito Partisanen ebenfalls exekutiert wurden, ohne sich vorher etwas zu Schulden kommen zu lassen.

Wir sind jedoch der Meinung, dass das Totengedenken in Bleiburg mehr Pietät verdient. In diesem Rahmen haben faschistische Symbole, das Singen von rassistischen Liedern und Geschichtsrevisionismus keinen Platz. Die Ustascha-Symbolik des Unabhängigen Staates Kroatien steht für brutalste Verbrechen, Rassenwahn und Völkermord an hunderttausenden Serben, sowie zehntausenden Juden und Roma im Zweiten Weltkrieg.

Als Bürger eines freien und demokratischen Landes wie Österreich haben wir das Bewusstsein und die Pflicht, uns von jeglicher Verherrlichung faschistischen Gedankenguts zu distanzieren und diesem entgegenzustellen.

Hochachtungsvoll,

Serbisch Orthodoxer Jugendverein Innsbruck – SPOJI,

Serbischer Bildungs- und Kulturverein Prosvjeta-Österreich,

Serbische Gemeinschaft in Österreich,

Dachverband der serbischen Vereine in Vorarlberg,

Dachverband der Serben in Tirol,

Dachverband der serbischen Vereine in Salzburg,

Dachverband der serbischen Vereine in Oberösterreich,

Dachverband der serbischen Vereine in Niederösterreich,

Dachverband der serbischen Vereine in Wien,

Dachverband der serbischen Vereine in Kärnten,

Dachverband der serbischen Vereine in der Steiermark,

Organisation Serbischer Studenten im Ausland – Zweigstelle Wien,

Präsidium des Zentralrates der Serben in Österreich,

Verein der Wiener Poeten,

Serbischer Verein „Vidovdan“ Linz,

Kultur- und Sportverein „Petar Kočić – Zmijanje“ Fügen,

Kultur- und Sportverein „25. Mai“ Wattens,

Kultur- und Sportverein „Bratstvo“ Innsbruck,

Serbischer Kulturverein „Nikola Tesla“ Villach,

Kulturverein „Ostrog“ Innsbruck,

Kulturverein „Polet“ Wörgl,

Kulturverein „Zavičaj“ Klagenfurt,

Mag. Nedeljko Savić, Jurist,

Željko Malešević BA MA, Politikwissenschaftler,

Darko Jurišić, HTL Lehrer,

Mag. Milan Nešić, Wirtschaftler,

Zoran Šijaković, Integrationsbotschafter der Republik Österreich,

Mag. Nenad Dragičević, Betriebswirt,

Danijel Jovanović, Fotokünstler,

Dušan Ignjatović Bsc, Architekt,

Zdravomir Dimitrijević, 8-facher Österreichischer Staatsmeister im Boxen,

Dejan Stanić, Religionslehrer,

Mag. Sc. hum. Daliborka Milićević-Avramović, Data Manager,

Mag. Phil. Gordana Nadler, Ethnologin,

Djuja Bećirević, Gemeinderätin a.D. Stadt Salzburg und Vorstandsmitglied der Arbeiterkammer Salzburg,

Mag. Grozdana Bulov, Translationswissenschafterin,

Dr. Nedeljko Vučković, Politikwissenschaftler,

Konstantin Dobrilović, Obmann der CFP,

Mag. Mladen Filipović, Vertretung der Republika Srpska in Österreich,

Nemanja Damjanović, Landtagsabgeordneter Wien,

Vladimir Vlajić, Erster Österreichischer Auslandsdiener in Serbien,

Dipl. Ing. Dejan Avramović, Bauingenieur,

Aleksandar Končar, Jazz Musiker und Fotograf

Am 16. März fand in Innsbruck, in der Bücherei Tyrolia, im Obexer-Haus, in dem Diana Budisavljević (geborene Obexer) ihre Kindheit verbrachte, die Buchpräsentation "Dianas Liste" von Wilhelm Kuehs, statt.

Diana Budisavljević rettete während des Zweiten Weltkriegs über 12.000 serbische Kinder vor dem Genozid der faschistischen Ustascha-Bewegung im damaligen Unabhängigen Staat Kroatien. Sie ist Innsbruckerin und zählt zu den größten Heldinnen dieser Zeit.

Freitag, 17 Oktober 2014 23:47

Diana Budisavljević bekommt Park in Wien

Am Montag, dem 13. Oktober 2014, wurde ein Park in Wien eröffnet, der Diana Budisavljević gewidmet ist, die im Zweiten Weltkrieg mindestens 12.000 Kinder aus den Ustascha-Lagern rettete.
Diana Budisavljević wird von den Serben oft mit Oskar Schindler verglichen. Die mit einem serbischen Chirurgen verheiratete Österreicherin lebte in Zagreb, wo sie während des Zweiten Weltkriegs ca. 12.000 Kinder, hauptsächlich serbischer Herkunft, aus den Todeslagern der Ustascha rettete. Dieser großen Frau wurde nun in Wien Josefstadt ein Park gewidmet.

Der Historiker Wolfgang Rohrbach untersucht die österreichisch-serbischen Beziehungen.
Univ. Prof. DDr. Wolfgang Rohrbach ist Slawist, Ökonom und Historiker, der an österreichischen, serbischen, bosnischen und ungarischen Universitäten lehrt. Er ist unter anderem Verfasser des Buchs „Auf den Spuren der Serben Österreichs“.

Sie haben einen typisch österreichischen Namen – sind viele überrascht, wenn sie plötzlich anfangen, perfekt Serbisch zu sprechen?

Wolfgang Rohrbach: Heute nicht mehr. Aber früher waren viele überrascht.

Am Freitag, dem 28. März 2014, wurde im Stadtarchiv Innsbruck der erste runde Tisch über Diana Budisavljević (geborene Obexer) organisiert. Das Treffen, bei dem auch internationale Gäste anwesend waren, wurde von Vera Merkel von der Gemeinschaft Sant´Egidio, Marko Miloradović, Ersatzgemeinderat Innsbrucks, und Vladimir Vlajić, Präsident des Serbisch Orthodoxen Jugendvereins Innsbruck – SPO(J)I, initiiert.

Diana Budisavljević war eine geborene Innsbruckerin, die im Zweiten Weltkrieg Tausende Kinder vor dem Tod in den Todeslagern des Ustascha-Regimes in Kroatien gerettet hat, wobei ihre Tat den meisten noch unbekannt ist.

FOTO: Erste Sitzung des Kulturausschusses im neuen Jahr (v. l.): Mag.a Uschi Schwarzl, Herlinde Keuschnigg, Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr, Abteilungsleiterin Mag.a Birgit Neu, Dr.in Patrizia Moser, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Horst Burmann, Mesut Onay, Dipl.-Ing. Daria Sprenger, Mag. Lorenz Jahn, Sophia Reisecker, Silvia Trenner-Morianz und Michaela Spiegl

In seiner vergangenen Woche stattgefundenen Sitzung gab der Kulturausschuss unter anderem die Empfehlung für den Gemeinderat, den im Bereich des Reiterareals in der Reichenau geplanten Kindergarten nach Diana Obexer-Budisavljevic zu benennen. In Kroatien und Serbien wird die Innsbruckerin für ihre lebensrettenden Taten während des zweiten Weltkrieges hoch geschätzt – in Innsbruck war sie bis vor kurzem noch weitestgehend unbekannt.

Am Samstag, dem 25. Jänner 2014 wurde das erste humanitäre Hallenturnier des Serbisch Orthodoxen Jugendvereins Innsbruck – SPO(J)I erfolgreich unter dem Namen ROYAL CUP im Innsbrucker Olympischen Dorf veranstaltet.

Der ROYAL CUP wurde vom Jugendverein SPO(J)I in erster Linie als humanitäres Hallenturnier initiiert, wobei man dazu auch Integrationsturnier sagen kann, da gleich bei der ersten Austragung 20 Mannschaften mit Spielern und Gästen aus über 20 verschiedenen Herkunftsländern teilnahmen.

Integration. Was ist Integration? Ist Integration einfach nur das Bereitstellen von Arbeitsplätzen und Wohnungen für Migrantinnen und Migranten? Nein, man muss versuchen Migrantinnen und Migranten zu verstehen. Vielleicht wollten Sie gar nicht aus Ihrem Heimatland wegziehen, wer will schon von dort fortgehen wo man ein schönes Leben geführt hat, seinen Kinder eine Schulausbildung bieten konnte.

Seite 2 von 3

alleausgaben

PARTNER

Stadt Innsbruck

Kanzlei für die Diaspora - Republik Serbien

SPONSOREN

zoki

Login